Deutscher Erfolg bei der EM
Die Europameisterschaft der F.I.T.A.S.C. muss aus der Sicht von Deutschland als äußerst erfolgreich bewertet werden. Mit Ernst August Knigge, Joachim Krenkler und Peter Dietrich-Tröltsch schaffte es ein deutsches Team auf das Podest.
Herzlichen Glückwunsch!
Peter Dietrich-Tröltsch erreichte mit 147 (von 200 möglichen) Treffern auch in der Einzelwertung den 3. Platz. Joachim Krenkler kam mit 131 Treffern auf den 13. und Ernst August Knigge mit 121 auf den 21. Platz.
Bei den Damen erreichte Stefanie Steinkraus den 10. Platz (144 Treffer) vor Christiane Roth (13. Platz, 140 Treffer) und Petra Reiss (23., 126). Die deutsche Mannschaft (Iris Koch, Christiane Roth und Stefanie Steinkraus) erreichte mit 385 Treffern den 4. Rang.
Bei den Senioren zeigt sich das eigentlich bekannte Bild: Johannes Jung kam auf den 79. Platz (158 Treffer), Benedikt Kaldewei auf den 87. (156) und Norbert Plachetka auf den 93. (155). Die deutsche Mannschaft (Johannes Jung, Claus Koch, Norbert Plachetka und Toni Rensing) bezwang zwar die Schweizer, belegte aber dennoch mit 594 Treffern nur den 14. Rang.
Auch bei den Veteranen sieht die Bilanz eher bescheiden aus: Rolf-Dieter Staufer, vormaliger Präsident des TIRO e. V., erreichte mit 131 Treffern nur den 71. Platz. Ihm folgten Wolfram Janßen auf Platz 75 (129) sowie Hans Kosel und Manfred Reiss, beide auf Platz 80 (124). Die deutsche Mannschaft (Wolfram Janßen, Hans Kosel und Reiner Rudolf) konnte sich jedoch in keiner Weise behaupten, sondern belegte mit 367 Treffern den letzten Platz.
Die Wertung der Junioren muss jedoch als katastrophal bezeichnet werden: Die beiden einzigen aus Deutschland stammenden Teilnehmer Johannes Gehr und Max Wimmeroth belegten mit 104 und 97 Treffern die beiden letzten Plazierungen in ihrer Klasse.
Die Spitze bei den internationalen Platzierungen zeigt indes auch alte Bekannte: George Digweed setzte sich mit 188 Treffern gegen Richard Faulds (185, beide Groß Britannien) und Veniero Spada (182, Italien) durch.
Alle Ergebnisse der 597 Schützen stellt die F.I.T.A.S.C. übrigens auf ihrer Web-Site bereit.
Dass überhaupt eine Mannschaft in der Klasse der Super-Veteranen (ab 65) in der Wertung berücksichtigt wird, ist auf eine Entscheidung der F.I.T.A.S.C. von 2002 zurückzuführen. Anlässlich der 2002 in Deutschland ausgerichteten Weltmeisterschaft hatte der TIRO e. V. einen entsprechenden Antrag bei der F.I.T.A.S.C. gestellt, da man der Auffassung war, dass auch im Sport der sich verändernde demographische Faktor berücksichtigt werden muss.

Treppchen und Förderung
Irgendwie kann ich mich nicht erinnern, dass jemals ein deutsches Team unter die ersten Drei gekommen ist. Aber selbst wenn dem so gewesen sein sollte, dann war es wohl eher eine Ausnahme.
Bemerkenswert ist allerdings, dass es nicht die vom derzeitigen Vorstand so geförderte Jungend war, die den Erfolg einfahren konnte, sondern die Super-Veteranen. Es ist beschämend, dass die Junioren nur mit zwei Teilnehmern anreisten und nur die letzten Plätze in ihrer Klasse belegten. Die Förderung, die bisher geleistet wurde, scheint jedenfalls fruchtlos gewesen zu sein.